Sonntag, 22. Mai 2016

Zwischenstopp - Südsee

2016/04/26 – 2016/04/30 – Muri Beach, Rarotonga, Cook Islands
Kurzfristig haben wir uns vor dem Umzug auf den amerikanischen Kontinent noch für einen Zwischenstopp in der Südsee entschieden und diesen voll genossen. Das Ziel hiess Cook Islands oder genauer: Rarotonga. Die Insel selber ist dann so putzig klein, dass man selbst bei 40 km/h in einer Stunde die ganze Insel umrundet hat. Aussen hat es traumhafte Strände und Lagunen, im inneren Regenwald und Berge, eben das perfekte kleine Paradies.
Wir hatten uns in einem kleinen Apartment mit Blick auf die Muri Lagoon eingemietet und es einfach ruhig angehen lassen. Wir konnten an tollen Stränden mit türkisblauem Wasser, Palmen und weissen Stränden relaxen oder mit dem Scooter die ganze Insel in aller Ruhe erkunden. Irgendwie wurden wir auf der Insel extrem entschleunigt. Der Verkehr, die Menschen, die Tiere: Alle waren entspannt und relaxt.
In der Muri Lagoon konnten wir neben einer Kajaktour noch das typische, polynesische Paddleboard ausprobieren. Anfangs stellt man sich zwar ein wenig doof an, aber mit der Zeit wird es immer einfacher und macht richtig Spass. Man darf sich auch nicht wundern, wenn während einer Tour ein wilder „zahmer“ Hund ankommt und eine Mitfahrtgelegenheit sucht.
Entspannt ging es dann wieder in den Flieger Richtung U.S.A. Das nächste Mal müssen wir wohl etwas länger bleiben.

 


"Uschi", unsere Hauskatze














Freitag, 13. Mai 2016

Erkenntnis der Woche 28

Erkenntnis der Woche in Auckland, Northern Island, Newzealand

Viele Touristen und Neuseeländer hatten uns zu Beginn gesagt, dass die Südinsel viel schöner sei als der Norden. Nun, wir müssen sagen, dass beides mindestens gleichwertig ist. Denn der Süden ist zwar ohne Frage unglaublich schön und dünner besiedelt, aber die Landschaften kennt man teilweise aus Europa (zugegen vielleicht nicht ganz so schön). Der Norden hingegen war für uns völlig neu. Vulkane, Hot Beach, die Maori-Kultur, das „Auenland“, all dies war einfach überwältigend. Und so verbleiben wir bei der Aussage, dass GANZ Neuseeland sehenswert und schön ist.

Yoda und R2D2 on Tour 12

R2D2 und Yoda bei den Kiwis
 
Sie sind bei den Moeraki Boulders ...
Sie suchen nach Seehunden und Pinguinen auf den Catlins ...
Sie vertreiben den Nebel im Milford Sound ...
Sie besuchen den Mangaweka Gorge ...
Sie relaxen in den heissen Quellen in Taupo ...
Sie streifen durch Auckland ...
 
 
 







Hot Beach

2016/04/20 – Hot Beach, Northern Island, Newzealand
Der Hot Beach auf der Coromandel Halbinsel ist ein Phänomen und war eine tolle Erfahrung. Unterhalb des Strandes verlaufen heisse Wasserströme, welche zur Oberfläche kommen, sobald man ein Loch gräbt. Der Trick ist es nun einen Pool zu graben in den unterirdisches heisses Wasser strömt, aber gleichzeitig kaltes Wasser von der Meeresbrandung hineingespült wird. Dies ergibt dann schönes, warmes Badewannenwasser. Den Pool muss man natürlich geben die herankommende Flut mit Sandwällen verteidigen.
Da wir etwas später am Strand eintrafen, waren die besten Plätze bereits belegt und wir mühten uns etwas vergebens mit unserem Pool ab (zu nahe am Meer, zu heisses unterirdisches Wasser). Da wurden wir einfach von zwei grossen neuseeländischen Familie (ein Paar mit 6 Kindern, ein Paar mit 7 Kindern) in ihren Pool eingeladen. Nun hiess es gemeinsam das Becken zu vergrössen und gegen die immer näher kommende Flut zu verteidigen. Natürlich verliert man am Ende des Tages, denn die Natur gewinnt immer. Trotzdem ein riesiger Spass und für Karin auch sehr entspannend (Geri musste ja schaufeln).

 





Das Ziel heisst Auckland

  2016/04/18 – 2016/04/26 – Rotorua to Auckland, Northern Island, Newzealand
Weiter ging es zu einem Abstecher nach Waitomo in die berühmten Glowworm Caves (Glühwürmchen Höhlen). Interessant zu erfahren war, dass die Glowworms gar keine „Würmchen „ sind, sondern die Puppen von Fliegen, die mit dem Hintern leuchten um Nahrung anzulocken. Und eigentlich haben die Glühwürmchen nicht einmal einen Sinn in der Natur ausser den ewigen Kreislauf von Leben und Sterben. Wir haben dann zwei Höhlen besucht. Zum einen eine Höhle mit tausenden leuchtender Würmchen und eine zweite, wo wir viele Stalagmiten und Stalagtiten bestaunen konnten.
Da wir bislang weder Kia, Kaka oder Kiwi (alles Vögel in Neuseeland) gesehen hatten, sind wir in Otorohanga in einen kleinen Vogelpark um die Tiere zu bestaunen. Lustig war vor allem der Kiwi, der bei der Fütterung die Pflegerin ständig attackierte.


Sehr interessant war auch im Norden die Coromandel Halbinsel mit einer wunderschönen Natur und einem Naturphänomen, dem Hot Beach. Der Abschluss unserer Campingreise ging nochmals für 2 Tage in die „Northlands“ nördlich von Auckland. Hier haben wir uns auf einem tollen Campingplatz direkt am Strand niedergelassen, um entspannte Bierchen mit Ausblick auf das Meer zu geniessen. Allerdings fehlte uns noch etwas auf unserem Neuseelandtrip und das war eine Vorstellung mit dem Hauptbewohner der Inseln – den Schafen. Bei „Sheepworld“ gab es einen kleinen Zoo und eine Vorstellung mit den Schäferhunden inklusive Schären. Sehr informativ.

Da wir die letzten Tage in Neuseeland in Auckland in einem Appartement verbrachten, gaben wir wehmütig unseren kleinen Camper ab, die in den letzten 3 Monaten unser Zuhause bildeten. Schade. Sehr schön wars. Die Unterkunft in Auckland war jedoch unglaublich schön und geräumig, so dass wir den Umzug verschmerzen konnten. Unseren Aufenthalt in der grössten Stadt liessen wir sehr ruhig angehen und besuchten die Stadt 2 Mal. Eine sehr schöne und übersichtliche Stadt mit vielen grünen Flächen und einem kleinen Zentrum. Dann hiess es „Ka kite ano“ Neuseeland. Es war unglaublich schön. Die Natur ist einfach atemberaubend.


 

 

 


 
 
Kiwi

Kia

Coromandel Peninsula

 
Martins Bay
















ANZAC Day (australien, new zealand army corps)
 

Sonntag, 24. April 2016

200 Tage Weltreise

2016/04/19 ein Reisefazit nach 200 Tagen auf Tour

Mittlerweile sind wir 200 Tage in der grossen weiten Welt unterwegs.
Wir haben uns wieder ein paar Gedanken zu unseren Erlebnissen, Erkenntnissen und Fazits gemacht und unser 100-Tage-Fazit rekapituliert und ergänzt.

Im Vergleich zu unserem ersten Reiseabschnitt, der hauptsächlich durch Asien ging, gibt es für diese Zeit zwei wesentliche Unterschiede. Zum einen ist die Art wie wir Reisen komplett anders: Wir sind mit einem Camper unterwegs, nicht mehr in Hotels. Zum anderen befinden wir uns seit 3 Monaten in einer westlich geprägten Welt.  

Und so stellen wir fest: 

Campen macht Spass
Diese Art zu Reisen finden wir beide toll. Nach der ersten Phase des Hotel-Reisens ist sie eine willkommene Abwechslung, etwas Neues. Vor allem aber bedeutet sie für uns Freiheit, Unabhängigkeit, Flexibilität! Wir können immer und überall anhalten wo wir möchten, können essen, schlafen, Pause machen wo wir möchten und haben immer unser ganzes Hab und Gut dabei.
Ich (Karin) hatte mal einen kleinen „Campingdurchhänger“ in Neuseeland, da war es mir zu eng. Wenn es regnet, stürmt und kalt ist, dann wird es erst mal unbequem, aber man gewöhnt sich daran. Mittlerweile stören mich die Regentage nicht mehr.
 
Alltag
Ja, sogar auf einer Weltreise stellt sich so etwas wie Alltag ein. Vielleicht ist das zu grossen Teilen dem Campen geschuldet, da man hier einfach einen festeren Tagesablauf und typische „Arbeitsgänge“ hat. Wir glauben aber, dass grundsätzlich so etwas wie ein Reisealltagsgefühl eingestellt hat. Das Weltreisen wird immer einfacher, wir planen immer weniger, sind im Flow, lassen uns mehr treiben und das klappt gut. 

Das Gepäck
Wir haben, bis auf sehr wenige Dinge, wirklich gut gepackt. Das passt auch jetzt noch!
Zwar haben wir unsere Garderobe (wärmere Kleidung für Neuseeland) ergänzt und uns ein paar nette Campinggadgets gegönnt, nach Neuseeland wird aber wieder aussortiert. Hier im Camper ist ein wenig mehr Gepäck kein Problem.

Geri hat ein gespaltenes Verhältnis zu seinen Sonnenbrillen
Unterdessen hat er Brille Nummer 5 verloren oder zerstört… und es passiert immer wieder.

Das  Budget
Auch außerhalb Asiens schaffen wir es unser Budget zu halten. Hier versorgen wir uns vielmehr selber und sind jederzeit mit dem eigenen Fahrzeug mobil, ohne zusätzliche Transportkosten.

Körper und Geist reagieren auf die Reise
Immer wieder brauchen wir kleine Auszeiten… ja die brauchen wir auch jetzt noch, oder vielleicht gerade jetzt. Der Kopf wird ja immer voller. Geri erholt sich super beim Wandern. Ich (Karin) komme ab und zu mit, brauche aber auch immer wieder meine „Alleinzeit“.
Wir stellen beide fest, unwichtigere Dinge und Sachen aus unserem normalen Alltag werden von unserem Gehirn gerne mal in eine tief vergrabene Schublade geschoben. Der Platz wird für das aktuell Erlebte gebraucht.

Frisch, fromm, fröhlich, frei
Ja, wir fühlen uns fit, gesund und wohl! Es geht uns sehr gut.

We did it
Was wir von unserem Bungysprung mitnehmen: Man kann seine Angst überwinden. Es geht und fühlt sich danach einfach super an!

Reisen bildet
Wir sind interessiert an Land, Kultur, Bevölkerung, Natur,… wir lesen vieles und fragen oft nach.
Das bleibt in unseren Erinnerungen. Vor allem aber sind es die Dialoge mit fremden und interessanten Menschen, mit anderen oft auch aussergewöhnlichen Lebensgeschichten und Perspektiven, die unsere Sichtweisen und Einstellungen beeinflussen und erweitern.

Europäischer Einfluss
Natürlich ist in Australien und Neuseeland immer wieder der europäische Einfluss zu spüren. Wir sind in einer uns vertrauten Welt, auch wenn diese auf der anderen Seite des Globus liegt und vieles anders ist als bei uns.
Was uns erstaunt hat war der Umgang mit den „Ureinwohnern“ des jeweiligen Landes. In Australien hatten wir den Eindruck, dass die Aborigines kaum bis fast gar nicht in die Gesellschaft integriert wurden, was uns teilweise auch bestätigt wurde. Man findet die Aborigines meist in der sozial schwachen Schicht, oftmals ausgegrenzt, betrunken, herumlungernd. Von der Gesellschaft positiv erwähnt werden sie, wenn sie für den Tourismus förderlich sind. Wo sie es nicht sind, werden sie vom Touristengebieten ferngehalten. Das hat uns erschreckt.
Das Gegenteil erleben wir in Neuseeland. Hier wirken die Maori auf uns gut integriert. Sie sind in vielen Berufsgruppen vertreten, leben wie alle anderen in Neuseeland. Wir sehen viele Mischehen, treffen immer und überall auf Maoris, vor allem auf der Nordinsel. Und trotzdem bewahren sie ihre alte Kultur und Bräuche.
Toll, das zu sehen.
Das für uns paradoxe daran ist die Tatsache, dass beide Länder die gleichen Kolonialherren hatten und in ähnlicher Zeit besiedelt wurden. Wie kann da der Umgang mit der Urbevölkerung so unterschiedlich sein?

„Der Dialog zwischen uns beiden ist super“  
Das ist auch jetzt noch so. Wir haben uns immer noch gegenseitig viel zu erzählen, zu diskutieren, zu erörtern. Der Gesprächsstoff geht uns nie aus. Es wird uns nicht langweilig zusammen.

Rollenverteilung
An unserer Rollenverteilung hat sich nichts geändert. Alles bleibt wie gehabt, nur noch ergänzt um typische Campingaufgaben (Geri macht Frühstück, Karin macht „Vorhängle“, etc).  Zudem ist Geri der Fahrer, weil er Beifahrer sein nicht mag und Karin ist Beifahrer, Navigator, „Neben-an-Schläfer“, weil sie gerade Fahren nicht mag. Die einzige Strecke die Karin gefahren ist, waren die 100 m über den Parkplatz in Nerang – und da musste Geri das kaputte Auto schieben!

Wo bleibt der Rhythmus?
Wir haben ihn beim Campen gefunden. Es ist hier viel einfacher einen Tagesrhythmus einzuhalten.

Was haben wir bisher vermisst – was nicht
Im Grossen und Ganzen hat sich auch hier für uns kaum etwas verändert.
Wir vermissen weniger den Sport, weil man sich in Australien und Neuseeland wunderbar überall frei bewegen kann und auch toll wandern kann.
Essenstechnisch ist es hier auch einfacher, da es alles zu kaufen gibt was auch unsere Deutschen Supermärkte hergeben… vielleicht sogar noch mehr.

Stillstand ist der Tod - geh voran - bleibt alles anders
So oft müssen wir an diesen Satz denken. Er spricht uns aus der Seele.

Alles wird gut!
Egal wie schief manches gelaufen ist, am Ende hat es immer irgendwie funktioniert, meistens anders als gedacht und oftmals sogar besser als gedacht.
Dieser Satz darf auch bei diesem Fazit nicht fehlen, so oft hat er sich behauptet.