Dienstag, 22. März 2016

Auf nach Sydney

2016/03/06 – 2016/03/13 – Port Macquarie to Sydney, New South Wales, Australia
Unser Roadtrip führte uns weiter Richtung Süden und Sydney. Nachdem wir in Port Macquarie das Kamel wieder mit dem Camper getauscht haben fuhren wir auf dem Highway nach Port Stephens, einer natürlichen Bucht. Hier machten wir 2 Tage Halt. In der unglaublichen Dünenlandschaft konnten wir Sandboarden ausprobieren, um dann später den Sand wieder im Meer abzuwaschen. Auch Nelson Bay mit seiner Marina war schön zum Entspannen.
Da wir nicht direkt nach Sydney fahren wollten machten wir einen Umweg über das Weinanbaugebiet Hunter Valley und den Blue Mountain National Park. Im Ersteren gab es lecker Wein und Essen zu geniessen, im Zweiteren konnten wir wieder einmal die tolle Natur bestaunen. Allerdings haben uns in den Blue Mountains nicht die beeindruckenden „Three Sisters“ am Besten gefallen, sondern das Tal um Mount Wilson und die Cathedral of Ferns. Hier wirkte alles irgendwie verwunschen und verwachsen und war frei von jeglichen Touristen.
Anschliessend machten wir uns auf den Weg Richtung Sydney. Wir hatten in einem Campingplatz direkt an einem kleinen Nationalpark eine halbe Stunde entfernt vom Stadtzentrum gebucht. Jedoch war die Idee am Freitagabend durch den Stossverkehr und die ganzen „Suburbs“ zu fahren keine gute Idee. Nach knapp 3 Stunden Stopp an Go kamen wir dann endlich an und wollten nur noch schlafen.
Die nächsten beiden Tage waren dann wieder zum Staunen. Nachdem wir gemütlich mit dem öffentlichen Nahverkehr ins Zentrum einfuhren, konnten wir uns an der Hafenszenerie mit der Harbour Bridge, den alten Zentrum „The Rocks“ und natürlich dem „Opera House“ nicht genug sattsehen. Einfach toll.
Cheers.

 




















 

Sonntag, 13. März 2016

Erkenntnis der Woche 21

Erkenntnis der Woche in New South Wales, Australien

Eine weitere Erkenntnis der Reiserei durch die Welt und Australien ist für uns, dass man etwas die deutsche Sprache verlernt. Man hört und redet so viel Englisch, dass einem hin und wieder das Englische Wort vor dem Deutschen einfällt. Manchmal müssen wir sogar überlegen, wie das deutsche Wort heisst, weil das Englische einfach besser passt. Dann gibt es immer wieder mal Sätze wie „Bringst du den garbage weg?.“ oder „Fahren wir doch lieber den scenic drive.“ oder eben „Schatz, Bang the Barbie!“ Oder  „Ik kauf de kip. Lekker.“ (Moment mal, das war Holländisch).
Eine kleine Erkenntnis: Wir können auch schlecht Wetter. Jaaa, auch das gibt es in Australien. Als wir in Byron Bay 3 Tage durchwachsenes Wetter mit teils starken Regenschauern hatten, ging das in dem kleinen Van auch ganz gut. Gegessen wurde dann halt in der Camp Kitchen und Ausflüge kann man auch gut bei Regen machen. Nur das mit dem Wäschewaschen oder vielmehr mit dem Trocknen hat nicht so ganz hingehauen.

Die letzte Erkenntnis der Woche ist dann wohl die Tatsache, dass Australien ein paar (auch sehr kleine) gefährliche Tiere hat. Die hat eine gewisse Person am eigenen Leib erfahren müssen. Ein gewisser G. (Name der Redaktion bekannt) läuft ja bekanntlich sehr gerne barfuss, was aufgrund der australischen Insektenwelt manchmal heikel ist. Als er wieder einmal ohne Schuhe durchs Gras geht ist es auch schon geschehen. Eine etwa 3cm grosse Bull-Ant (Riesenameise) hat G. böse in den Fuss gezwickt und ihr Gift abgesondert. Objektiv betrachtet war das ganze so schmerzhaft wie ein Bienenstich (nicht der zum Essen), subjektiv war es viiiiiel schlimmer. G. konnte tagelang kaum noch richtig gehen und hatte starke Schmerzen. Aber Spass beiseite: Der Biss tat zwar weh, war aber doch nicht so schlimm, hätte aber sein können bei einem anderen Tier. Also Obacht, trag Schuhtracht!!!
 
 

Kangaroo

2016/03/04 – Cathedral Rock National Park, New South Wales, Australia
Nachdem wir auf unserer Rundreise durch Australien nur sehr wenige Kängurus gesehen hatten (die meisten Hüpfer waren dann doch die süssen Wallabys), wurden wir im Cathedral Rock Nationalpark belohnt. Wir verbrachten eine Nacht im Park, brachen am nächsten morgen früh auf und siehe da, vor uns standen zig Kängurus Spalier. Immer in kleinen Dreiergruppen. Wir vermuten, dass dies jeweils Familienklans waren. Teilweise waren die Männchen sicherlich so gross wie Karin und mit 60-70 kg ganz schöne Brocken. Das Klischee vom boxenden Känguru wurde dann auch noch bedient. Auf einem Friedhof hatten sich 30 Tiere, darunter 4 Männchen versammelt. Jeweils Mann gegen Mann (oder Känguru gegen Känguru) gab es ordentlich auf die Mütze. Ein wirklich spannendes Schauspiel.
Ach ja. Wir haben ein kleines Suchspiel. Wer findet die beiden Kängurus im unteren Bild?

 
Auf diesem Bild sind 2 Kängurus versteckt!




Rezept 11, Tenderville, Australien

Fleischpastete
500 g Rindfleisch zum Kochen/1 Zwiebel/250 ml Fleischbrühe/½ TL Muskatnusspulver/1 EL Worcestershiresauce/½ Bund Petersilie/1 EL Mehl/Salz und Pfeffer/Öl zum Anbraten/150g Blätterteig in Lagen/150 g Mürbteig in Lagen/Milch
(Alternativ können die Füllungen natürlich variieren und mit Speck, Karotten, Pilzen, etc ergänzt werden.)


1. Das Rindfleisch, sowie die Zwiebel in kleine Stücke schneiden. Die Petersilie waschen und fein hacken. Dann Öl in einen Topf geben und erhitzen. Im heißen Öl die Zwiebel glasig schmoren, dann das Fleisch dazugeben und bei starker Hitze kurz von allen Seiten anbraten. Mit der Fleischbrühe ablöschen und die Petersilie, Muskatnuss und die Worcestershiresauce hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles aufkochen und ca. eine Stunde lang köcheln lassen, dabei hin und wieder umrühren.

2. Das Mehl mit etwas Wasser vermischen, so dass sich keine Klümpchen bilden. Etwas Soße unterrühren und diese Mischung anschließend in den Topf geben und alles gut verrühren. Bei mittlerer Hitze die Soße aufkochen und eindicken lassen. Schließlich nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Nun mit Hilfe eines Tellers aus den Mürbeteiglagen vier Kreise mit einem Durchmesser von ca. 20 cm ausschneiden. Die Seiten der Kreise zu Rändern nach oben biegen, so dass Pastetenförmchen entstehen. Diese Förmchen etwa zu 2/3 mit der abgekühlten Fleischmischung füllen. Nun aus dem Blätterteig vier runde Deckel ausschneiden und auf die Pasteten setzen, festdrücken und die Übergänge mit etwas Wasser verstreichen. Die fertigen Pasteten mit etwas Milch bestreichen. Damit beim Backen der Dampf entweichen kann, sollten die Pastetendeckel in der Mitte mit einem Messer einmal eingeschnitten werden. Die Pasteten auf ein eingefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten lang goldgelb und knusprig backen.
Anekdote zum Gericht: Als Überbleibsel der Briten gibt es die Pasteten oder „Meat Pies“ überall zu kaufen und die sind als kleiner Snack zwischendurch auch sehr lecker. Aber nur dann, wenn man des Englischen mächtig ist beziehungsweise wenn man sich nicht andere Dinge darunter vorstellt. Geri hat sich nämlich bei der „Steak and Kidney Pie“ gedacht: „Oh lecker. Da gibt’s ja ne Fleischpastete mit leckeren Kidneybohnen drin. Vermutlich n bisschen TexMex.“ Blöderweise stand da nur „Kidney“ und das bedeutet ja dann wohl „Nierchen“. Tja, wer lesen kann ist immer im Vorteil und so gabs eine nicht ganz so leckere Fleisch-Nieren-Pastete.

 

Nach Süden Weiter - NSW

2016/02/27 – 2016/03/06 – Murwillumbah to Port Macquarie, New South Wales, Australia
 
In NSW angekommen, gingen wir in Murwillumbah erst einmal in die Touristeninformation um uns das nötige Kartenmaterial zu holen. Der freiwillige Mitarbeiter dort war ein Deutscher namens Bernd und wir bekamen gleich noch Tipps ohne Ende mit auf den Weg.
So weit so gut. Unser erstes Ziel war Byron Bay. Der Weg dorthin führte uns vorbei am Mt. Warning und der „Hippiestadt“ Nimbim. Die Stadt ist wirklich sehr schräg, denn auf den ersten Blick leben nur Aussteiger und Hippies hier. Neben dem „Pflanzenladen“ befinden sich dann der vegane Lebensmittelmarkt und der Räucherstäbchenshop. Alles voll peace halt. In Byron Bay haben wir uns dann erst mal wieder 3 Tage auf einem netten Campingplatz eingemietet mit Zugang zum Strand und direkt an einem Naturpark. Es ist in Australien wirklich schwer einen Caravanpark zu finden, der sich nicht in oder an einem National- oder Naturpark befindet. In Byron Bay gab es für uns neben dem bekannten Lighthouse und den Stränden vor allem wieder etwas Ruhe.
Auf das Anraten von Bernd hin, haben wir uns dann wieder auf den Weg ins Hinterland gemacht, um den sogenannten Wasserfallweg zu erkunden. Dies bedeutete, dass wir ganze 200 km ins Landesinnere gefahren sind, was wiederum bedeutete, dass wir immer noch etwas 2000 km vom Zentrum Australiens entfernt waren. Trotzdem änderte sich die Vegetation in bewaldete Hügel und später in trockene Grasweiden. Gemäss Aussage von Karin sah es so aus wie in „Mc Leods Töchter“ und tatsächlich hatte man etwas Wild-West-Feeling. Der Wasserfallweg selber war toll, allerdings aufgrund der Trockenheit und Hitze, die im Sommer hier herrscht, fast ohne Wasser. Egal, trotzdem toll.
Anschliessend sind wir wieder an die Küste und über Nambucca Heads (super Strand - wieder einmal) nach Port Macquarie. Hier gibt es ein Koala-Hospital, wo man Koalas besuchen kann, die behandelt und wieder aufgepäppelt werden. Es war wirklich rührend zu sehen, wie man sich um die kleinen Patienten kümmert bis diese wieder in die Freiheit entlassen werden. Etwas Abwechslung gabs bei einer Bierverkostung der Black Duck Brewery - sehr leckere Biere. Den Abschluss in Port Macquarie bildete ein Ausritt am Strand. Aber nicht so kitschig hoch zu Ross, nee,nee, das ganze wurde hoch zu Kamel absolviert (Karin auf Faroug, Geri auf Obama). Ein lustiges und geruchsintensives Erlebnis.
Cheers.

 
 




 


 






 

Nambucca Heads



 






 
 

Dienstag, 8. März 2016

Erkenntnis der Woche 20

Erkenntnis der Woche in Nerang, Australien

„Don’t worry, be happy“

Selbst ein kaputtes Auto muss man mit Gelassenheit und Humor nehmen. Klar, wir verlieren einen Reisetag. Aber erstens nützt das Aufregen einem gar nichts und zweitens ist das eine weitere Erfahrung. Und ausserdem: Wann darf man schon einmal mit dem Abschleppwagen mitfahren?

The Alternator

2016/02/26 – Nerang, Queensland, Australia
Klaus-Dieter hat einen Broke down! Klaus-Dieter ist unser Campervan und wurde so von unserem Vermieter in Cairns getauft. Nun steht er also auf dem Parkplatz des Supermarktes in Nerang und läuft nicht mehr.
Die Chronologie im Ticker:
Donnerstag, 25. Februar
10:16 Uhr: Das Batterielicht flackert so wie 2 andere Lichter auch. Also wird das erst einmal ignoriert.
14:46 Uhr: Wir sind in Surfers Paradise um den beeindruckenden Strand zu sehen. Das Licht blinkt nun, aber das Auto zeigt keine Einschränkungen. Wir laden deshalb auch noch unser Tablet/Handy auf.
17:01 Uhr: Wir wollen in Nerang noch ein Paar Lebensmittel einkaufen. Beim Abstellen geht das elektrische Fenster verdächtig langsam hoch. Wir ahnen Schlimmeres.
17:31 Uhr: Richtig geahnt. Klaus-Dieter springt nicht mehr an. Scheisse. Also den australischen ADAC anrufen.
17:58 Uhr: ADAC ist da und checkt den Van. Die Batterie ist leer aber in Ordnung. Jedoch ist der „Alternator“ defekt (O-Ton ADAC-Mann: „I think it gives up the ghost.“ – Häh, wir dachten der verarscht uns, weil das doch ein deutsches Sprichwort ist.) . Die Reparatur würde teuer werden. Er versucht Travellers Autobarn (unser Vermieter) und eine Werkstatt zu erreichen, haben aber alle schon Feierabend. Er meint, die würden sich „bald“ melden und lässt uns mit etwas schlechtem Gewissen auf dem Parkplatz zurück.
18:11 Uhr: Wir schauen erst einmal nach was „Alternator“ heisst. Zum Glück ist das Tablet aufgeladen und so spuckt die Übersetzungs-App „Lichtmaschine“ aus. Scheisse. Das wird teuer.
20:30 Uhr: Es meldet sich keiner mehr telefonisch, also gehen wir erst mal Indisch essen (ist grad ums Eck), sagen im Supermarkt Bescheid, dass wir nicht mehr wegkönnen und nutzen nochmal die Kaufhaustoilette (ist ja auch grad ums Eck).
22:05 Uhr: Schlafenszeit
Freitag, 26. Februar
07:36 Uhr: Aufstehen. Ins Bad und Zähne putzen (also wieder Kaufhaustoilette). Frühstücken (ist zum Glück auch grad ums Eck).
09:01 Uhr: In der Library gibt’s gratis Wifi. Also rufen wir um kurz nach 9 Uhr da an (Büro der Travellers Autobarn öffnet um 9). Die wussten natürlich von nix. Fazit: Auto abschleppen lassen und zur Werkstatt.
10:56 Uhr: Abschleppwagen kommt. Wir dürfen mitfahren. Wenigstens etwas.
11:36 Uhr: Die Werkstatt in Southport kann den Van zwar reparieren, wir müssten aber noch auf das Ersatzteil warten.
12:33 Uhr: Das Ersatzteil kommt gegen 15:00 Uhr und wir sollen das Auto um ca. 16:30 Uhr abholen. Wir gehen also noch in die Innenstadt und schauen uns im Nachmittagskino „Deadpool“ an.
16:41 Uhr: Klaus-Dieter ist schon einmal auf der Hebebühne. Aber leider wurde das falsche Ersatzteil geliefert (ist ja wie bei uns daheim). Kommt aber gleich.
17:35 Uhr: Der Van ist wieder ganz. Juhu. Die ganze Abrechnung übernimmt Traveller Autobarn. Passt.
 
Und weiter geht die Fahrt!