Sonntag, 24. April 2016

Auf den Spuren eines gewissen Frodo B. aus A.

2016/04/16 – Matamata, Northern Island, Newzealand
Wenn wir schon einmal in Neuseeland sind und hier natürlich fast alles so aussieht wie in den „Herr der Ringe“ und „The Hobbit“-Filmen, dann wollten wir uns auch das Auenland anschauen. Das Auenland liegt nämlich nicht auf Mittelerde, sondern in Neuseeland in der Nähe von Matamata. Leider waren Frodo oder Bilbo nicht zuhause, die waren wohl gerade auf der Suche nach dem einem Ring.
Aber Spass beiseite. Hier in „Hobbiton“ wurde die Stadt der Hobbits tatsächlich für die Filme nachgebaut und anschliessend stehen gelassen. Während einer Führung konnten wir so die extrem detaillierte Nachbauten der Hobbitbehausungen aus der Nähe betrachten, auch wenn leider kein einziger Hobbit zu sehen war. Nach der Führung gab es dann ein Getränk (Wahlweise Ale oder Cider) im „Green Dragon“, der Taverne aus den Filmen. Wirklich sehr lustig und lebendig.
 

Das Haus von Frodo Baggins


Das Haus von Samwise Gamgee
 


Im "Green Dragon"


Donnerstag, 21. April 2016

Der Schiegendudel

2016/04/11 – Manawatu, Northern Island, Newzealand
Hundezüchter haben es vor ein paar Jahren fertig gebracht einen Labrador mit einem Pudel zu kreuzen und heraus kam der Labradudel. Nun, die Neuseeländer haben ein ähnliches Experiment durchgeführt und den Pudel mit einer Kreuzung aus Schaf und Ziege gepaart (wie auch immer das funktioniert) – et voilá, heraus kam der Schiegendudel. Sehr lustig anzuschauen das Tierchen.
Ob wirklich der Pudel mit drinsteckt… wir wissen es nicht… aber die Bilder sprechen für sich.

 


Rezept 14, Rotorua, Neuseeland

Pavlova
Baisserböden: 4 frische Eier/1 Prise Salz/200 g Zucker/½ unbehandelte Zitrone,abgeriebene Schale und 1 Teelöffel Saft
Früchte:  150 g Himbeeren/150 g Johannisbeeren/150 g Erdbeeren, in Stücken/150 g Heidelbeeren/2 Esslöffel Puderzucker
Rahmfüllung: 2 ½  dl Vollrahm, steif geschlagen/1 Vanillestängel, längs aufgeschnitten, Samen ausgekratzt/ 2 Esslöffel Zucker

 
1. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen, die Hälfte des Zuckers beigeben, weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Restlichen Zucker, Zitronenschale und -saft beigeben, weiterschlagen, bis die Masse feinporig, glänzend und sehr steif ist.
2. 2 Rondellen (je ca. 15cm Ø) auf ein mit Backpapier belegtes Blech formen. Nur bei einer Rondelle am Rand mit einer Gabel Spitzen formen.
3. Backen/Trocknen: ca. 20 Min. in der unteren Hälfte des auf 150 Grad vorgeheizten Ofens. Hitze auf 120 Grad reduzieren, Pavlova ca. 1 Std. 40 Min. trocknen lassen (siehe Tipp). Pavlova im ausgeschalteten, geöffneten Ofen auskühlen lassen.
5. Früchte mit dem Puderzucker mischen.
6. Rahm mit Vanille und Zucker mischen.
7. Servieren: Pavlova-Boden auf eine Tortenplatte schieben. Rahmmasse, dann 2/3 der Früchte darauf verteilen. Pavlova-Krone darauflegen, mit den restlichen Früchten verzieren, mit Puderzucker bestäuben.
Tipp: Eiweissmasse mit gerösteten gehackten Pistazien mischen
Anekdote zum Gericht: Neuseeländer und Australier streiten sich bis heute, wer die luftig-süsse Torte aus der Meringue-Masse nun wirklich erfunden hat. Belegt ist jedenfalls, dass die Pavlova-Torte im Anschluss an mehrere Neuseeland- und Australien-Gastauftritte der berühmten russischen Primaballerina Anna Pavlova Ende der 1920er-Jahre erstmals zu ihren Ehren gebacken wurde.

 

Im Land der Maori

2016/04/10 – 2016/04/18 – Wellington to Rotorua, Northern Island, Newzealand
Wir waren sehr gespannt auf den Norden, der irgendwie gleich und doch komplett anders ist als die Südinsel. Zum einen leben hier einfach viel mehr Menschen auf einem Quadratkilometer. Wenn man im Süden manchmal nicht rechtzeitig mit dem Van bremste, wäre man durch einige Orte einfach durchgebrettert. Im Norden gibt es dann schon einmal richtige Städte und kleine Ballungsgebiete. Zum Zweiten ist hier im Norden die Maorikultur viel präsenter, da die Urahnen der Maori auf eben dieser Nordinsel gelandet sind. Zum Dritten ist der Norden auch geologisch anders entstanden, denn die Insel ist vulkanischen Ursprungs mit eben vielen Vulkanen, Geysiren und Thermalquellen.
Zunächst ging es auf der Fähre kreuz und quer durch eine Fjordlandschaft nach Wellington. Die Hauptstadt selber haben wir dann bei der Ankunft links liegen lassen und sind ins Landesinnere. Die ersten Tage ging es durch Hügellandschaften mit hunderten Grashügeln und tiefe Kalksteinschluchten in Manawatu. Wieder anders, wieder schön. Einen kurzen Zwischenstopp haben wir im Outlet mit Merinokleidung eingelegt. Das Zeug ist super (wärmt  auch wenn es nass ist, riecht nicht, angenehm zu tragen) und hier im Land der Merinoschafe einfach günstig.
Der erste grössere Stopp war dann Turangi. Hier machten wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Vulkanlandschaft und den heissen Quellen. Die sind super zum Entspannen, riechen aber nicht immer so toll. Im nahegelegenen Taupo mit dem gleichnamigen See gab es viel zu entdecken. Für das Highlight in dieser Region hatten wir uns aber den schönsten Tag aufgehoben. Wir machen uns zum sogenannten „Tongariro Alpine Crossing“ auf, einer 7-Stunden langen Wanderung durch Vulkankrater und an Bergseen vorbei. Morgens bei 6°c ging es los und nach dem 2-stündigen Aufstieg kamen wir wirklich aus dem Stauen gar nicht mehr heraus. Überall wo man hinschaute hat sich einem ein anderer atemberaubender Ausblick geboten – Vulkane, Mondlandschaften, Vulkanseen in blau und grün, riesige Krater in beige, grau, schwarz und rot. Alles war irgendwie surreal. Nun gut, die Gerüche musste man beim Mittagsvesper natürlich ausblenden, da es überall nach Schwefel „geduftet“ hatte. Trotzdem ein tolles Erlebnis. Und nicht nur Geri, sondern auch Karin hat sich auf der Wanderung sehr tapfer geschlagen. Erst beim 3-stündigen Abstieg kam dann langsam das Genörgele.
Wir sind dann weiter nach Rotorua gezogen, der Hauptortschaft der Maori. Hier gab es die grösste Thermallandschaft Neuseelands, Wai-O-Tapu, zu bestaunen. Abends sind wir ins „Tamaki Maori Village“, wo wir eine Führung mit anschliessendem Abendessen gebucht hatten. Man muss dazu sagen, dass wir beide die touristische „Zur-Schau-Stellung“ von solchen Veranstaltungen eigentlich nicht mögen. Hier jedoch hatten wir das Gefühl, dass es nur darum ging, dass die Maori einem ihre Kultur näherbringen wollen. Die Veranstaltung wird von Maori geführt und es arbeiten ausschliesslich Maori in dem Unternehmen. Ausserdem hat man in Neuseeland wirklich den Eindruck, dass die Maorikultur und die Menschen gut in die integriert sind. Auf der Hinfahrt durften wir mit einem sehr lustigen Busfahrer ein paar Maori-Vokabeln lernen (Ganz wichtig: Kia Ora – Hallo, Danke, Tschüss) und auf der Rückfahrt mussten dann alle anwesenden Nationen ein Liedchen vorsingen, sehr unterhaltsam. Die Veranstaltung selber wurde in die Begrüssungszeremonie, ein interaktives Dorf, einige musikalische und tänzerische Vorführungen sowie das Abendessen nach Maoriart aufgeteilt. Geri durfte sich mit den Kriegern im „Haka“-Tanz versuchen und Karin wurde Zweite im „Stöckchenspiel“.  Ein wirklich sehr schöner, interessanter und lustiger Abend.

 
 


Wellington
 
Manawatu




Lake Taupo


Hier reiten die Zwerge im Film "Der Hobbit" in den Fässern!



 





 

Uns stinkts !!!

  




 




 

Dienstag, 12. April 2016

Erkenntnis der Woche 26

Erkenntnis der Woche in Franz Josef, Southern Island, Newzealand

 
Die Gletscher schmelzen und zwar ziemlich rasant. Dies ist jetzt keine neue Erkenntnis, aber wenn man vor den Gletschern steht und sieht, wie weit diese bereits zurückgegangen sind ist dies schon bedrückend. Hinweistafeln und Bilder zeigen wo die Gletscher vor 10, 20 oder 50 Jahren noch waren, und man kann sich ausmalen wo die Gletscher in 100 Jahren sein werden – nämlich komplett weg.

Nur 30 Minuten später ...

2016/04/06 – Franz Josef Glacier, Southern Island, Newzealand
 
Hier in Neuseeland ändern sich die Landschaften alle 30 Minuten. Man fährt in Queenstown am See los, durchquert Schluchten, kommt dann an Weinanbaugebieten und Lavendelfeldern vorbei, sieht dann eine Halbwüste und endet wieder an einem See in Wanaka. Das alles erfolgt aber in einer Stunde Fahrt. Es folgen Gletscher, Regenwälder, Bergszenerien, Ebenen, Strände und dann wieder Gletscher. Das finden wir hier total beeindruckend.
 
Queenstown


Lake Wanaka
 
Rob Roy Glacier

Haast Pass

bei Haast
 

Franz Josef Glacier

 

Alles nur eine Illusion

2016/04/03 – Wanaka, Southern Island, Newzealand
 
Kurz vor Wanaka besuchten wir die Puzzle World, ein kleiner Erlebnispark der mit Illusionen spielt. Nachdem wir zuerst das Labyrinth meisterten, haben wir uns die Kammern der Illusionen aufgemacht. Nach 2 Stunden brummt einem dann dermassen der Schädel, dass man wieder an die frische Luft muss. Und zum ersten Mal in ihrem Leben hat Karin sich wie ein Riese gefühlt. Coole Sache.
 



Rezept 13, Akaroa, Neuseeland

Seafood Cowder
 
Ingredients
  • 1 tbsp olive or sunflower oil
  • 110g/4oz streaky bacon, rind removed, cut into 5mm/¼ in dice
  • 175-225g/6-8oz onions, chopped
  • 25g/1oz flour
  • 850ml/1½ pints homemade fish stock or, if no fish stock, water
  • 425ml/¾ pint milk
  • Bouquet garni made up of 6 parsley stalks, 2 sprigs of thyme and 1 bay leaf
  • 6 medium-sized potatoes, e.g. Golden Wonder, cut into 5mm/¼ in dice.
  • salt and freshly ground pepper
  • pinch of mace
  • pinch of cayenne pepper
  • 700g/1½ lb haddock, monkfish, cod or other firm white fish (or a mixture), free of bones and skin
  • 150ml/¼ pint single cream
  • 450g/1lb mixed cooked shellfish - mussels, clams, scallops, shrimps or prawns and the cooking liquor.
Method
1. Heat the oil in a stainless-steel saucepan and brown the bacon well until it is crisp and golden. Add the onion, cover and sweat for a few minutes over a low heat. Stir in the flour and cook for 1-2 minutes.
2. Add the fish stock or water gradually. Add the milk, bouquet garni and potatoes. Season well with salt, pepper, mace and cayenne. Cover and simmer until the potatoes are almost cooked, approximately 5-6 minutes. (The chowder may be prepared ahead to this point.)
3. Cut the fish into 2.5cm /1 in cubes. Add to the pot as soon as the tip of a knife will go through a potato. Simmer gently for 3-4 minutes, stir in the cream and add the shellfish. Add any liquor obtained from opening the mussels or clams. When boiling, remove from the heat.
4. Taste, correct the seasoning and sprinkle with freshly chopped parsley and chives.
5. Serve in a deep dish with plenty of bread and butter.
Remember that the fish will continue to cook in the heat of the chowder so make sure it is not overcooked.