Sonntag, 17. Juli 2016

Teufelsnase

2016/06/24 – 2016/06/26 – Riobamba und Alausi, Ecuador

Nachdem wir in Banos genug Bewegung, Action und Aufregung hatten, entschieden wir uns für einen kleinen „Rentnerausflug“, einer Zugfahrt. Nur war dies nicht irgendeine Zugfahrt sondern spektakulär durch eine tiefe Schlucht und über die Nariz del Diablo, die „Teufelsnase“. Zu diesem Zweck ging es von unseren Übernachtungsort Riobamba mit dem Bus nach Alausi, wo wir den Zug bestiegen. Es ging vorbei an grandiosen Landschaften und über Spitzkehren bis man am Ende die Teufelsnase vor sich sieht. Sehr schön.



Riobamba

Alausi





Nariz del Diablo - Die Teufelsnase




Pferdemarkt in Alausi

Der untere Teil des Chimborazo mit 6310 m höchste Berg Ecuadors


Freitag, 8. Juli 2016

Erkenntnis der Woche 36

Erkenntnis der Woche in Quito und Banos, Ecuador


Nachdem wir vor etwa einem Monat Honduras und unseren Spanischkurs verlassen hatten müssen wir feststellen: Unser Kurs macht sich wirklich bezahlt. Klar Dialoge sind immer noch sehr schwierig bis fast unmöglich, aber trotzdem gehen viele Dinge recht einfach. Angefangen von Restaurants und Hotels bis zu Bustickets kaufen oder nach dem Weg fragen. Alles funktioniert eigentlich ganz gut.

Bier mit Kakao – das passt. Was wie eine komische Kombination klingt schmeckt wahnsinnig gut. Das malzige, dunkle Lager wird mit Kakaobohnen versetzt und raus kommt ein süffiges Bierchen, das natürlich bestens zu Schokolade passt. Vor allem Karin fuhr voll darauf ab.

Inka-Cola – das passt nicht: Zugegeben, man muss auf einer Weltreise eigentlich fast alles probieren. Also gab es bei uns auch die in Ecuador berühmte „Inka-Cola“. Wir dachten uns, dass ist sicherlich eine Cola mit speziellen Inkagewürzen oder so. Nun ja, falsch gedacht. In Wahrheit ist es eine Limo mit Bananengeschmack oder „Bananenschorle“ und es schmeckt furchtbar.


Top: Club Negra, das Kakaobierchen; Flop: Inca Kola, die Bananenschorle

Haste Wasser im Schuh, haste Wasser im Schuh

2016/06/23 Baňos de Aqua Santa, Ecuador


Unterkunft toll, Essen super, unser Gastgeber sehr hilfsbereit und freundlich und mit dem Wetter konnten wir umgehen. Aber halt, denn es gab einen einzigen Nachteil während unseres Aufenthaltes: Schuhe föhnen. Wir mussten wirklich jeden Tag unsere tropfnassen Schuhe mit dem Fön trocknen, um sie wieder am nächsten Tag anziehen zu können. Harte Arbeit.



Kindheitserinnerungen

2016/06/21 Baňos de Aqua Santa, Ecuador


Wir hatten während des Aufenthaltes in Baňos 3 Stunden Sonne, die wir nutzten, um auf den Berg etwa 1000 m über der Stadt zu fahren. Denn hier gibt es das „Casa de Arbol“ und noch viel besser eine riesige Schaukel, mit der man über dem Abgrund direkt in die Berge schaukeln konnte. Das war eine wundervolle Erinnerung an die Kindheit mit grandiosen Ausblicken. Einfach schön.












Rezept 21, Banos, Ecuador

Locro de papa


5 kg Mehlige Kartoffeln/100 Gramm Butter/2 Stangen Lauch/250 ml Sahne/300 Gramm Käse (Mozzarella)/2 Liter Milch/Salz, Pfeffer/Paprikapulver/Koriander/3 reife Avocados


1. Kartoffeln schälen. Zwei Kilo in kleine Würfel schneiden, den Rest vierteln. Den Lauch klein schneiden und zusammen mit der Paprika in einem großen Topf anbraten. Wasser hinzufügen und die kleinen Kartoffel-Würfel hineingeben. Wenn diese Kartoffeln weich sind, die restlichen, geviertelten Kartoffeln hinzufügen. Dann die Milch hineingeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Anschließend die Sahne und den in Würfel geschnittenen Käse hineingeben und zuletzt den gehackten oder klein geschnittenen Koriander. Danach sollte die Suppe nicht mehr stark kochen.

Serviert wird die Suppe mit einem Viertel reifer Avocado, außerdem sollten immer Chili und Tabasco auf dem Tisch stehen.

Das Gericht war eine ausgezeichnete Mahlzeit, nachdem wir völlig durchnässt von unserem Ausflug zum Pailon del Diablo kamen. Wir sassen in einer Hütte direkt vor einem Kaminfeuer zum Aufwärmen (Karin hatte noch eine Katze auf dem Schoss) und assen die extrem leckere (und nahrhafte) Suppe. Muy rico.



Nass, nässer, Banos

2016/06/19 – 2016/06/24 – Baňos de Aqua Santa, Ecuador


Nach unserem zweiten Aufenthalt in Quito gings weiter nach Baňos de Aqua Santa. Mit dem Linienbus gings zuerst (wieder für 25 Cent) zum Busbahnhof und dann weiter nach Baňos. Theoretisch gesehen waren wir selten an einem so gefährlichen Ort wie hier, denn in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Tungurahua, ein aktiver Vulkan, der auch im März 2016 Gestein und Asche spuckte. Wir haben vor Ort nichts mitbekommen (der Vulkan war auch meistens im Nebel) und, da wir diese Zeilen schreiben, ist und auch nichts passiert.

Etwas Pech hatten wir dieses Mal mit dem Wetter, da wir uns ausgerechnet den einzigen Regenmonat Juni für unseren Besuch ausgesucht hatten. Na ja, machten wir halt das Beste daraus. Am ersten Tag gings mit dem Mountainbike auf die „Ruta de las cascadas“, die Wasserfallroute. Im Gegensatz zu manchen Wasserfällen in Australien hatten wir dieses Mal definitiv genug Wasser zu bestaunen. Es ist unglaublich imposant wenn die Massen in die Tiefe stürzen. Neben Wanderungen und einem Zoobesuch im strömenden Regen, gings noch auf eine spektakuläre Adrenalintour. Zuerst mit dem Flying Fox im „Supermanstyle“ über den tosenden Canyon und über eine Wackelbrücke zum Klettersteig. Dann weiter die senkrechte Steilwand empor zum zweiten Flying Fox zurück zum Ausgangspunkt. Nervenkitzel pur – cool wars.

Am letzten Tag schafften wir es sogar noch den spektakulärsten Wasserfall, den Pailon del Diablo, anzusehen. Nachdem beim ersten Versuch der Wasserfall aufgrund des massiven Regens gesperrt war, wurde beim zweiten Versuch die Strasse durch einen Erdrutsch blockiert. Beim dritten Mal hatte es dann geklappt. Zwar hatten wir an diesem Tag keinen Regen, wurden aber durch den aufwühlenden und wirbelnden Wasserfall trotzdem komplett nass. Extrem beeindruckend wenn man direkt neben dem Pailon steht und vor lauter Rauschen kein Wort mehr versteht.

Weiter gings nach Riobamba.

Start unserer "ruta de cascadas"



Extrem viel Wasser am Agoyan Stauwehr

Tal des Rio Pastaza

Canopy über den Cascada Agoyan

Banos vom Mirador de la virgen



Zoo von San Martin



Abenteuer pur mit ...

... Canopy über die Schlucht ...
... Wackelbrücke und Klettersteig ...

...und wieder Canopy zurück.


Pailon del Diablo 










Die Mitte der Welt

2016/06/18 – Mitad del Mundo, Ecuador


Wann hat man schon einmal die Möglichkeit mit je einem Fuss auf beiden Welthalbkugeln der Erde zu stehen. Wir hatten diese, denn der „Mitad del Mundo“ oder die Mitte der Welt befand sich nur 30 Km nördlich von Quito. So ging es dann stehend im vollen Linienbus für 25 Cent ab zu dem Punkt (oder vielmehr der Linie), wo zum ersten Mal der Äquator vermessen wurde. Nebst einem Museum mit der Geschichte Ecuadors ist es vor allem ein lustiges Gefühl auf beiden Welthalbkugeln gleichzeitig zu stehen oder vom Norden in den Süden zu springen. Ein grosser Spass.





Die Äquatorlinie