Samstag, 6. August 2016

Haykuykuy

2016/07/14 – 2016/07/19 + 2016/07/20 – 2016/07/22 – Cusco, Peru

Cusco, die Hautstadt der Inka, stand natürlich ganz im Zeichen von Kultur, Archäologie und natürlich dem berühmten Machu Picchu. Da die meisten Peru- und Südamerikareisenden unbedingt diese alten Stätten sehen wollten, war Cusco mit Touristen ganz gut gefüllt. Sobald man sich irgendwo hinsetzte oder nur entlangschlenderte kamen Touranbieter, Mützenverkäufer, Schuhputzer und weitere Händler an. Bei den Frauen in den typischen Trachten mit kleinen, süssen Lämmchen ist Karin dann doch schwach geworden. Die waren aber auch süss.

Die Altstadt selber ist unglaublich schön, die Lage der Stadt vor den Bergen sowieso. Das Essen nahmen wir meist 2 Querstrassen vom Haupttouristenplatz entfernt ein, wo auch die Einheimischen assen. Hier gab es nämlich das gleiche gute Essen wie am Hauptplatz, nur eben traditionell und günstig, lediglich ohne Kerzenschein (so die Aussage vom Mitarbeiter von i-Peru).

Um Cusco herum und im angrenzenden, wunderschönen Heiligen Tal gab es dann auch viel zu sehen Neben den vielen alten Stätten natürlich noch die wunderschönen Berglandschaften. In Pisac konnten wir neben der Ruine noch einen Umzug der Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau Carmen (Virgen del Carmen) anschauen, der doch etwas an unsere alemannische Fastnacht erinnerte. In Ollantaytambo steht dann wiederum eine beeindruckende Inkaruine, die wohl zweitwichtigste nach Machu Picchu. Direkt bei Cusco ist Sagsayhuaman eine alte Inkafestung, die einen wunderschönen Blick über die Stadt bietet.

Auf unserer Quadtour durch die tolle Berglandschaft, vorbei an dem bäuerlichen Leben, konnten wir auch noch zwei weitere Relikte aus der Inkazeit anschauen. Neben den Ruinen von Moray waren dies noch die Salinen von Maras. Das sind Salzsalinen, die schon von den Inkas zur Salzgewinnung erstellt wurden und noch heute genutzt werden. Alles sehr beeindruckend und schön.

Wir waren  bei jeder Ruine von neuem erstaunt, wie die Inkas zu damaliger Zeit ohne moderne Technik, ohne Pferde und ohne Maschinen diese beeindruckenden Bauwerke erstellen konnten. Zumal die Ruinen oft an schwer beizukommenden Stellen in den Bergen liegen.




Cusco - die Hauptstadt der Inkas


Sacsayhuaman




Landschaft im Sacred Valley

Terrassen von Moray

Salzsalinen von Maras

Ruinen von Pisac



Virgen del Carmen Parade in Pisac


Ruinen bei Ollantaytambo










Rezept 23, Nazca, Peru

Lomo saltado

800 g Rindfleisch (Filet oder ersatzweise Tafelspitz)/8 EL Sojasoße/6 EL roter Weinessig/4 EL Worcestersauce/1 orangene Paprika und 1 orangene Peperoni/1-2 rote Zwiebeln/3 gehackte Knoblauchzehen/4 Tomaten/1 TL Kreuzkümmel/3 Zweige Koriander/Salz/Pfeffer/Öl/800 g Kartoffel für Pommes (frisch oder TK)
Optional als Beilage: 500 g Reis

1. Das Fleisch etwa in Pommes-Größe schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Soyasoße, Worcestersauce, Essig, die gehackten Knoblauchzehen sowie den Kreuzkümmel zugeben. Zur Seite legen. Je nach Zeitbudget kann das Fleisch zusammen mit der Marinade mehrere Stunden im Kühlschrank ruhen.
2. Die Zwiebeln, die Tomaten, die Peperoni und die Paprika längs schneiden. Nun können entweder frische Kartoffeln als Pommes verarbeitet werden oder man nimmt TK-Pommes und stellt sie in den Backofen.
3. Das Fleisch wird in einer großen Pfanne oder im Wok mit heißem Öl gebräunt. Wichtig dabei ist, zuvor die Marinade etwas vom Fleisch zu entfernen und beim Braten die Soße immer wieder mit dem Schopflöffel zur Seite zu legen. So wird das Fleisch nicht gebrüht, sondern angebraten. Anschließend das Fleisch aus der Pfanne oder dem Wok rausnehmen und zunächst im heißen Öl die Zwiebeln, die Peperoni und die Paprika kurz anbraten. Die vorgekochten Fleischstücke werden zugefügt und kurz mit angebraten. Zum Schluss kommen die Tomaten und der Koriander dazu. Hitze abstellen und die Marinade und die übrige Fleischsoße hinzugiessen. Mit der übrigen Wärme köchelt das Fleisch noch ein bisschen. Die Pommes werden als Beilage serviert.

Traditionell wird lomo saltado zusätzlich mit Reis gegessen.



Nazca-Linien

2016/07/12 – 2016/07/14 – Nazca, Peru

Nochmals 2 Stunden weiter südlich wollten wir in Nazca, einer Prä-Inkakultur, die weltbekannten Nazcalinien sehen. Riesige Figuren und Zeichen die in den harten Wüstenboden mit unglaublicher Präzision gekratzt wurden. So machten wir uns zu dem kleinen Flughafen auf und stiegen in eine 7-Mann Maschine ein, um unseren Rundflug zu starten. Beeindruckend wie man von hier oben die Bilder von Affe, Spinne, Kolibri und Co. Erkennen kann. Nur die Tatsache, dass bei jeder Figur zweimal ordentlich enge Kehren geflogen werden und sich einem fast der Magen umdreht, ist eben etwas anstrengend. Doch wir beide haben den Flug gut überstanden und waren sehr beeindruckt in Gegensatz zu unserem französischen Mitflieger, der ab der dritten Kehre nur noch auf den Boden schauen konnte und komplett grün im Gesicht war.

Nachdem Karin am nächsten Tag einen Ruhetag mit Briefschreiben einlegte, machte Geri eine weitere Buggytour, die Action und Kultur miteinander verband. In einem Buggy mit lauter Franzosen ging es zunächst zu einigen kulturellen Stätten, ehe wiederum eine wilde Wüstentour inklusive Sandboarden anstand. Sehr nett.

Da wir beide geradezu bequem für eine 16 Stunden Busfahrt nach Cusco waren, gönnten wir uns einen Fug von Lima aus. Erst mit dem Bus von Nazca nach Lima und dann weiter mit dem Flieger. Machu Picchu wir kommen.


Cantalloc Aqueduct aus der Inkazeit


In Hintergrund die höchste Düne der Welt - Cerro Blanco

Los Paredones



Der Astronaut

Der Affe

Der Kolibri

Die Spinne

Echse, Baum und Hände

Inkaruine Cahuachi


Erkenntnis der Woche 38

Erkenntnis der Woche in Huacachina, Peru

Die Preise für Touren sind in Peru eine Lotterie. Manchmal zahlst du 25 Soles, manchmal 25 Dollar (Das Vierfache), manchmal gewinnst du, manchmal nicht. Für ein und dieselbe Tour, auch beim selben Veranstalter zahlt man hier einfach unterschiedlich Preise.


Die Latinos lieben Musik und so gibt es ständig Musikbeschallung. Hier stehen überall riesige Boxen herum und es dröhnt einem, in einer guten Lautstärke, nonstop Enrique Iglesias und Co. entgegen. 

Rezept 22, Ica, Peru

Pisco Sour

1 Ei(weiß) = 3 cl/1 Limette = 3 cl/2 Limetten für die Dekoration/3 cl Zuckersirup/4 cl Pisco/4 Eiswürfel/Zimt

1. Den Zuckersirup kannst du ganz leicht selbst machen. Dazu kochst du 100 ml Wasser mit 100 gr Zucker und lässt es abkühlen.
2. 1 Ei teilen und das Eigelb vom Eiweiß trennen. Das Eiweiß gibst du in den Cocktail-Mixer und schüttelst diesen für 10 Sekunden ordentlich. Du solltest das Eiweiß erst einmal ohne die anderen Zutaten schütteln. Desto frischer das Ei, desto schaumiger wird der Eiweiß-Schaum sein!
3. Limetten aufschneiden und auspressen. 3 cl Limettensaft zum Ei hinzufügen. 3 cl Zuckersirup hinzufügen. 4 cl Pisco Schnaps hinzufügen.
4. Kräftig schütteln für 10 – 20 Sekunden. Eiswürfel hinzugeben und nochmal für wenige Sekunden ordentlich schütteln.
5. Cocktail in ein vorher kühl gestelltes Cocktail-Glas abfüllen (ohne Eiswürfel). Mit einer Limetten-Scheibe und Zimt dekorieren.

Nicht Grappa sondern Pisco wird hier in Peru (und auch in Chile) getrunken. Beide streiten sich noch wer das Nationalgetränk erfunden hat. Egal, das Zeug, vor allem als Pisco Sour oder Maracuja Sour, ist verdammt lecker aber extrem stark. Nach zwei Stück ist er einmal Schluss.


Pisco-Sour am Strand in Paracas

Piscoprobe beim Weingut Tacama

In der Wüste

2016/07/08 – 2016/07/12 – Huacachina, Peru

Wir wollten allerdings nicht in Ica bleiben sondern weiter in die Oase Huacachina. Hier in Peru gibt es nämlich mitten zwischen riesigen Sanddünen einen kleinen See mit Palmen gesäumt. Verrückt.

Der Ort um die Oase herum war sehr überschaubar und in etwa 10 Minuten konnten wir einmal um den See herum laufen. Hauptsächlich waren wir wegen der Wüste und der Dünen hier. Geri startete dann auch sogleich den ersten Versuch und erklomm die grösste Düne direkt an der Oase. Man war das anstrengend. Obwohl die Sanddüne nur etwa 150-200 Meter hatte, braucht man eine gefühlte Ewigkeit nach oben. Geht man langsam, dann rutscht man bei jedem Schritt etwa um zwei Drittel wieder zurück. Geht man schneller ist man einfach nur so kaputt. Egal, die Ausblicke von der Düne waren toll und das Herunterrennen ist ein Riesenspass.

Abends gings dann mit einem Buggy kreuz und quer durch die Wüste. Ein bisschen wie auf einen Rollercoaster im Freizeitpark. Das Ganze wurde garniert mit tollen Ausblicken, Sandboarden auf dem Bauch und einem wunderschönen Sonnenuntergang in der Wüste. Schön.

Das Dritte was wir unbedingt ausprobieren wollten war das Skifahren, im Sand natürlich. Also schnell die Ausrüstung gemietet und rauf auf die Dünen. Nun hier kommt natürlich das bereits beschriebene Problem auf, dass die blöden Sandhügel unglaublich schwer zu erklimmen sind und das Ganze noch mit der Skiausrüstung. Es war trotzdem eine Gaudi in kurzen Hosen bei 35 Grad mit Skiern einen Sandhügel herunterzufahren. Tolle Erfahrung.

Natürlich gab es neben der ganzen Action auch Dolce Vita. Da in und um Ica der Wein und natürlich der Pisco Perus produziert wird, sind wir in das Weingut Tacama gefahren. Hier gabs dann lecker Wein mit lecker Essen und einfach nur Entspannung. Danach durften wir noch an einer gratis Weingutführung mit Verkostung teilnehmen.


Oase Huacachina








Weingut Tacama