Freitag, 7. Oktober 2016

Rezept 28, Buenos Aires, Argentinien

Rezept Buenos Aires, Argentinien

Choripan con papas andeas y salsa Chimichurri y salsa criola

In Buenos Aires hatten wir wieder einmal Lust auf einen Kochkurs und so buchten wir einen Kurs in argentinischem Streetfood. Eigentlich sollte der Kurs in einer Gruppe stattfinden, letztlich waren wir aber mit unseren beiden „Lehrmeistern“ alleine. Manuel und Veronika waren sehr herzlich und zeigten uns neben den Rezepten noch viele andere Sachen. Es gab eine kleine Weinprobe mit zwei argentinischen Weinen und wir ernten das Mate-Ritual kennen. Nachdem unser erster Selbstversuch etwas schief ging und der Tee extrem bitter schmeckte (wir gossen den Tee mit zu heissem Wasser auf), war der Mate bei Veronika gut zu geniessen. Der Mate-Tee ist sowieso eine lustige Sache, da in Argentinien nahezu jeder mit einem Matebecher und einer Thermoskanne mit heissem Wasser herumrennt und das Zeug überall trinkt.

Zum Essen gab ein ein „Choripan“, das typische Strassenessen in Buenos Aires. Wir machten bis auf die Wurst (=Chorizo) alles selber, sogar das Brötchen. Dies bedeutete viel Backarbeit für uns beide, aber es machte sehr viel Spass. Und vor allem das Essen machte viel Spass, da es sehr, sehr lecker war.


Yerba Mate - das Nationalgetränk






Das fertige "Choripan" mit den "Papas Andeas"


Manuel, Karin y Veronika

Rezepte:







Tango - Stolz und Leidenschaft

2016/09/17 – Buenos Aires, Argentina

Tango ist in Argentinien und vor allem in Buenos Aires ein Lebensgefühl und ein Klischee zugleich. Zwar sieht man an vielen touristischen Punkten Tangotänzer, aber in der ganzen Stadt ist der Tango, Tanz und Musik, extrem präsent. Neben vielen Tangoschulen und Läden für spezielle Tangoschuhe oder –kleider, hört man überall in der Stadt die traurige und leidenschaftliche Musik. Auch wenn Geri (zum Glück) keinen Tangotanzkurs machen musste, ist es schön anzuschauen, wie die Tänzer den Tanz präsentieren. Das obligatorische Foto mit einem Tangopaar haben wir trotzdem.








Sonntag, 2. Oktober 2016

Buenos Aires - Europa triff Lateinamerika

2016/09/15 – 2016/09/23 – Buenos Aires, Argentina

Auf Buenos Aires freuten wir uns beide, da nach all der Natur, aber auch die damit verbundene Einsamkeit, wieder das städtische Leben rief. Wir hatten im alten Viertel San Telmo eine unglaublich tolle Altstadtwohnung für 6 Tage gemietet, die wir dann flugs nochmals um 2 Tage verlängern mussten, weil´s so toll war. Es war schön morgens mit dem städtischen Leben direkt vor unserem Fenster aufzuwachen.

Da wir mitten im Herzen der Stadt waren, konnten wir viele Dinge per Fuss erkunden. San Telmo selber ist ein verschrobenes und ursprüngliches Viertel, wo man an jeder Ecke ein Café oder einen Antiquitätenhändler entdecken kann. In der alten Markthalle findet man wirklich Trödel aller Art, der nur noch von dem sonntäglichen Markt auf dem Plaza Dorrada und in der Calle Defensa übertroffen wird. Gefühlt die halbe Stadt ist am Sonntag in San Telmo, das Leben wuselt hier nur noch so. Trödel und Antiquitäten neben Kunsthandwerk,  Empanadaverkäufer neben Strassenkünstlern und Musikern, alle Cafés sind voll und hier und da wird Tango getanzt – das wahre Leben.

Schrill, bunt und touristisch war das Viertel La Boca, wo fast alles dem Tango gewidmet wird. Mächtig stolz sind die Argentinier übrigens auch auf ihren Papa, also den Papst Franziskus. Der ist nämlich an jeder Ecke und in jeder Kirche zu finden.

Das koloniale Buenos Aires fanden wir dann auf der Avenue de Mayo. Prächtige und kunstvolle Bauten stehen hier in Reih und Glied. Sehr lecker und stilvoll war es dann im Café Tortoni mit einer exzellenten Schokolade und den hier überall gereichten Medialunas (eigentlich kleine Croissants). Eine tollen Aussicht auf BA gab es vom Palacio Barolo und der Bücherladen Splendid in einem alten, prunkvollen Theater war echt aussergewöhnlich.

Das moderne Buenos Aires gab es dann an den Hafendocks mit Hochhäusern und alten Kranen.
In den beiden Vierteln Palermo (wir haben hier einen Kochkurs „argentinisches Streetfood“ gemacht) und Recoleta (imposanter Friedhof mit Evita Perons Grab) rundeten unsere Stadttouren ab. Es gab in der ganzen Stadt wirklich viel zu entdecken und trotzdem konnte man sich überall eine Auszeit vom städtischen Trubel nehmen, indem man sich in eine der vielen Parkanlagen oder eines der gemütlichen Cafés setzte.

Uns beiden hat Buenos Aires wirklich super gut gefallen, das Zusammenspiel von Altem und Neuem, von europäischen und lateinamerikanischen Einflüssen war toll anzusehen. Der Puls und das Lebensgefühl der Metropole gehen auf einen über und nach 8 Tagen fühlt man sich schon ein bisschen zu Hause in der Stadt.



Unser tolles Apartment

Trödelmärkte in San Telmo


Das Cafe Tortoni - das Älteste in Argentinien

Bunte Häuser in La Boca




Das koloniale Buenos Aires am Plaza de Mayo




Sonntäglicher Markt auf dem Plaza Dorrego und der Calle Defensa


Jede Menge Strassenkünstler

Buchhandlung im alten Theater, sehr pompös ...


... und die typische Buchhandlung in Buenos Aires








Der opulente Friedhof in Recoleta

Die letzte Ruhestätte von Evita oder Eva Perron




Erkenntnis der Woche 47

Erkenntnis der Woche in Puerto Madryn, Argentina

Eine Weltreise ist nicht immer ein Zuckerschlecken, das hat sich mit unserem Pech bei den Mietwagen gezeigt. Wenn man die kaputte Lichtmaschine bei unserem Camper in Australien mitzählt, dann haben wir bei 50 % der gemieteten Fahrzeuge Probleme oder einen Schaden. Natürlich hat sich auch wieder gezeigt, dass immer alles irgendwie geregelt werden konnte und wir ausnahmslos Verständnis und Hilfe hatten. So gesehen hatten auch die negativen Dinge immer etwas Positives.


Es gibt Zeiten, in denen man einfach mal mit dem Reisen überfordert ist, obwohl wir bereits seit einiger Zeit unterwegs sind. Als wir unseren Mietwagen in Puerto Madryn nicht bekamen, keiner für uns erreichbar war und Karin noch ihr Handy verlor, waren wir kurzfristig gefrustet und etwas hilflos. Am Ende fügte sich alles wieder. Durch diese Tiefen muss man immer wieder mal durch.

Samstag, 1. Oktober 2016

Kaffee des Grauens

2016/09/11 – Patagonien, Argentina

Die Argentinier sind für den Tango, den Mate und die Rinder bekannt, aber definitiv nicht für den Kaffee. Denn hier in Argentinien gibt es den Kaffee des Grauens!!!! Das Zeug wurde z.B. als Teebeutel im Bus oder in unserem Apartment serviert und soll 2 Minuten (oder für kräftigeren Geschmack länger) ziehen. Das ganze schmeckt einfach nur fürchterlich, als ob Kaffeesatz durch eine alte Tennissocke gepresst wurde. Bäh.


 

Die Stadien des Kaffees des Grauens


4 coches - 4 anecdotas

2016/09/10 – Patagonien, Argentina

Wir hatten in Patagonien nicht immer Glück mit unseren Mietwägen, so dass ein paar, sagen wir einmal, abenteuerliche Geschichten entstanden sind. Letztlich sind jedoch alle Stories gut ausgegangen.

Auto 1, Villarrica:
Schaden: Delle an der hinteren Stossstange
Schuld: Regen, der Baum und vermutlich ein bisschen Geri
Geschichte: Als wir nach unserer Huskytour etwas erschöpft und im strömenden Regen „Schnell“ nach Hause wollten, hat Geri beim Ausparken den Baum übersehen.
Erkenntnis: Die Abwicklung des Schadens war einfach und die Reparaturkosten waren kulant. Tat ein wenig weh aber verschmerzbar. Wäre in Deutschland schlimmer.

Auto 2: Puerto Natales:
Schaden: 3 !!! platte Reifen… ja richtig DREI.
Schuld: Die Strassen und die bereits mehrfach reparierten Reifen
Geschichte: Wir waren mit bereits einem platten Reifen (er ging in Feuerland kaputt) im Torres del Paine unterwegs. Nun gingen hier nochmals zwei weitere Reifen kaputt, so dass wir tatsächlich mit drei Plattfüssen irgendwo im Nationalpark standen. Erschwerend kam hinzu, dass es bereits abends war, so gut wie keine anderen Autos unterwegs waren, wir keinen Handyempfang hatten und ohne Scheiss, einige tote Tierkadaver herumlagen, die vermutlich vom Puma gerissen wurden. Was sich wie ein schlechter Film anhört war in diesem Moment Wirklichkeit. Wir stellten uns bereits auf eine Nacht im Auto ein, als ein Tourbus kam. Der Guide war unglaublich hilfsbereit, wechselte mit uns die zwei Räder und pumpte mit dem Kompressor zwei der Reifen wieder auf. Die beiden Reifen verloren zum Glück nur langsam Luft, so dass wir es wagten langsam mit 50 km/h und in völliger Dunkelheit den Heimweg anzutreten. Uns kam auch kein Auto mehr entgegen und der Empfang mit dem Handy war erst kurz vor der Stadt wieder möglich. Nach knapp 100 km waren wir dann wieder an unserer Hütte in Puerto Natales – Glück gehabt. Die Reparatur bei einer örtlichen Gomeria verlief dann easy.
Erkenntnis: Wenn man hier Probleme hat, dann bekommt man unglaublich viel Hilfe. Und manchmal braucht man einfach Glück.

Auto 3: Puerto Madryn:
Problem: Mietwagen nicht bekommen
Schuld: Rentalcars und Alamo
Geschichte: Als wir am Flughafen in Puerto Madryn wie beschrieben unseren Wagen abholen wollten, war der Airport geschlossen und ausserdem überhaupt keine Vertretung der Mietwagenfirma im Gebäude vorhanden. Also sind wir in die Stadt gefahren, wo Karin erst einmal ihr Handy im Taxi liegen liess (haben wir später wiederbekommen, dank einem sehr netten Taxifahrer). Mit Hilfe der Touristeninformation haben wir das Stadtbüro ausfindig gemacht – geschlossen. Alle Nummern inklusive Notfallnummer des Vermieters angerufen – keiner erreichbar. Etwas genervt sind wir dann zu einem anderen Vermieter und konnten dort glücklicherweise das letzte Auto sichern.
Erkenntnis: Der Mietwagen, den wir schliesslich kurzfristig bekamen, war 150 Euro günstiger. Bei der Abwicklung war Rentalcars dann aber kulant.

Auto 4: Puerto Piramides:
Schaden: Batterie leer
Schuld: Alte Batterie und vermutlich wieder ein bisschen Geri
Geschichte: Als Geri während eines Restaurantbesuches das Licht anliess, passierte was passieren musste – das Auto sprang nicht mehr an. Also den Berg hinunterschieben – nichts passierte. Als wir höflich einen Polizisten um Hilfe baten (dieser aber überhaupt keine Ahnung hatte, trotzdem pro forma und unnötigerweise erst einmal den Ölstand prüfte) meinte der nur, man solle doch den Vermieter anrufen. Tolle Idee. Wir wollten doch nur eine Starthilfe. Die bekamen wir dann wenig später von einem einheimischen Touranbieter und schon lief die Karre wieder.
Erkenntnis: Wieder einmal – wenn man Probleme hat, dann helfen einem die Einheimischen unglaublich schnell. Muchas Gracias.


Villarrica in Chile

Puerto Natales in Chile